Donnerstag, 20. Juni 2019

Dynamisierung des Wohngeldes

Bundeskabinett beschließt Wohngeldreform

Das Bundeskabinett hat einem Gesetzentwurf zur Wohngeldreform des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat, zugestimmt. Mit dem sogenannten „Wohngeldstärkungsgesetz“ sollen die Reichweite und das Leistungsniveau des Wohngeldes angehoben werden.

Dazu soll das Wohngeld an die allgemeine Entwicklung von Mieten und der nominalen Einkommen in Höhe der Inflation angepasst werden. Das Bundesinnenministerium rechnet vor, dass ein Zwei-Personen-Haushalt, der vor der Reform 145 Euro monatlich erhält, eine Steigerung von rund 30 Prozent auf 190 Euro erwarten darf.

Außerdem soll die Reichweite des Wohngeldes durch die Reform gesteigert werden. Derzeit rechnet das Innenministerium im Jahr 2020 mit 480.000 Empfängern. Mit der Reform sollen rund 660.000 Haushalte begünstigt werden können.

Darüber hinaus soll das Wohngeld „dynamisiert“ werden, also in Abständen von zwei Jahren und beginnend ab 2022 per Verordnung angepasst werden.

Der Gesetzentwurf muss nunmehr im Bundestag und Bundesrat beraten werden, da das Wohngeld von Bund und Ländern je zur Hälfte gezahlt wird. Die neuen Regelungen sollen aber bereits zum 1. Januar 2020 in Kraft treten.